Kramsacher Schützen PDF 

G´schichten aus der Anfangszeit der Kramsacher Schützen

Erinnerungen von Johann Loinger (Jg. 1929, Zugsführer und Gründungsmitglied) und Auszüge aus dem ersten Protokollbuch der Schützenkompanie Kramsach

Die „Alte Kompanie“

Zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg bestand die erste Schützenkompanie in Kramsach. Sie wurde wie alle Kompanien während des zweiten Weltkriegs aufgelöst; dem damaligen Fähnrich Andrä Bramböck („Kohler“) war es zu verdanken, dass die Fahne erhalten blieb; er „verschickte“ sie…

Die Wiedergründung

1956 fanden sich einige engagierte Männer zusammen, die die Wiedergründung der Schützenkompanie Kramsach vorantrieben. Alle Neudegger-Brüder (Loinger) traten der Kompanie bei: „Wir waren durch unseren Vater von der alten Standschützen-Tradition geprägt, und so war es ganz selbstverständlich, dass eine Schützenkompanie ins Dorf gehörte und wir dabei waren.“

ÖR Johann Salzburger war der Motor der Wiedergründung (lt. Protokoll der Gründungsversammlung)

Josef (Peppi) Sailer, damals Bürgermeister von Kramsach warerster Obmann der Schützenkompanie;
Klaus Rampl (“Steger“), der bis 19  Hauptmann war;
„Schneider Luggi“ (Ludwig Paintner) war Oberleutnant, 
“Windhag Toni“ (Anton Dollinger) erster Fähnrich;
“Lenzen“ Hohenauer Lorenz (Rechnungsführer);
Peter Stöger „Oberländer“ als Leutnant

Die Gründungsversammlung fand am 11. Mai 1957 statt. Die Kompanie bestand aus 32 aktiven und 12 unterstützenden Mitgliedern.

Erste Zusammenkünfte

„Exerziert haben wir am Goaßboden; dort machten wir auch unsere ersten zwei Fest´ln mit Staudenbudeln... Ausgerückt sind wir zu den Prozessionen, da haben wir auch bei Regen die Salven geschossen!“

 

Weitere Ausrückungen fanden 1958 statt nach Brixlegg zur 60-Jahr-Feier des Krieger- und Veteranenvereins und zur Einweihung des Siegerdenkmals in Wörgl sowie zur Kriegerehrung in der Weidachkapelle.

Im Oktober 1958 wurde dann im Volksspielhaus der erste Ball abgehalten.

Erst mit dem Bau des Kramsacher Rathauses wurde dann das Schützenheim im dortigen Keller bezogen.

Der erste Landesfestzug

„1959, zum 150-Jahr-Jubiläum (der Bergiselschlacht), fuhren wir mit einem Sonderzug nach Innsbruck. Das waren noch Viehwagen. Der Zug hielt in Wörgl, Brixlegg, Jenbach und Schwaz. Wir trugen noch die Uniform, die Tracht wurde ja erst einige Jahre später angeschafft. Aber wir hatten die zweite Fahne dabei, die der Zillä(Huber) Richard als Fähnrich mittrug…“

Die Fahne

1960 wurde die Anschaffung einer neuen Fahne beschlossen, „da sich eine Reparatur der jetzigen Fahne nicht mehr lohnt…“ (Protokoll der Generalversammlung). Zur Finanzierung wurde ein „Hirschschießen“ veranstaltet. Am 10. Juli fand die Fahnenweihe im Rahmen eines Gründungsjubiläums und des Bezirksschützenfestes statt.

Die Tracht

„1964 bekamen wir dann die Tracht. Einige Mitglieder waren gar nicht begeistert davon, so viel Geld auszugeben. Die Ranzen mussten wir selber bezahlen. Gemacht haben wir sie wie die Dorftracht, die die Musik schon seit den 20er-Jahren hatte…“

Trachtenweihe am 9. September 1964; die Finanzierung erfolgte über eine Haussammlung.