Margarethe Maultasch (1318 – 1369), die Enkelin von Graf Meinhard II., übergab 1363 die Grafschaft Tirol den Habsburgern. Damit begann die Zeit der Hochblüte des Tiroler Schützenwesens.

Die Sonderstellungen und Freiheiten der Tiroler wurde von den habsburgischen Landesfürsten zwar von Anfang an anerkannt und bestätigt, in Kriegszügen vertrauten sie aber vorerst lieber dem Adel und den angeworbenen Söldnerheeren.

Nur selten wurde das Tiroler Volksaufgebot in Anspruch genommen. So etwa 1336, 1363 und 1368 im Krieg gegen die Bayern, die damals bis Sterzing ins Land eindrangen.

Unter Herzog Leopold III. erlitt das Heer mit Tiroler Adeligen und schwäbischen Söldnern am 9. August 1386 in der Schlacht von Sempach eine vernichtende Niederlage. Der Herzog selbst kam dabei ums Leben.

Leopolds Nachfolger, Herzog Friedrich mit der leeren Tasche (1382 – 1439) zog aus dieser Niederlage die Konsequenzen.

Friedrich erkannte:

Der Adelige kämpft für Vorrechte und Privilegien,

 

der Söldner für Geld und Beute,

 

der Tiroler Schütze für Freiheit und Heimat.

herzog friedrich

Bei seinem Vorhaben, die alte landesfürstliche Macht wiederherzustellen wie sie Graf Meinhard geschaffen hatte, stellten sich ihm die Adeligen, die sich im Falkenbund und Elefantenbund zusammengeschlossen hatten entgegen.

Leopold erließ er eine Landesordnung, in der die verbrieften Rechte der Tiroler Bauern bestätigt und erweitert wurden.

Die Adeligen wollten Herzog Friedrich entmachten und einen anderen, ihnen wohl gesonnenen Herzog zum Landesfürsten machen. Nun zeigte aber erstmals das Tiroler Volk seine Macht. Mit der Erklärung: sie huldigen nur dem, der auch das Schloss Tirol innehat, zogen sie für ihren Herzog aus und schlugen für ihn den aufständischen Adel nieder.

Das Tiroler Volksaufgebot siegte mit Spießen, Knüppeln und Armbrust über den ritterlichen Adel.